Goalball-EM kommt in die Südstadt

Freiwillige Helfer gesucht

Es ist das Para Sport-Highlight 2019 in Deutschland: Vom 8. bis 13. Oktober finden die Spiele der jeweils zehn besten Nationen der Damen und Herren bei der Goalball-Europameisterschaft in der Stadthalle statt.
Goalball ist die weltweit beliebteste Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung und bereits seit 1976 paralympisch. Das Ziel des Spiels besteht darin, einen 1250 g schweren Klingelball in das gegnerische Tor zu werfen. Dabei stehen sich die beiden Mannschaften, die aus jeweils drei Spielern bestehen, auf einem 9 m × 18 m großen Spielfeld gegenüber. Die Tore sind jeweils 9 m breit und 1,30 m hoch.

EM-Organisationsleiter und Goalball-Nationalspieler Reno Tiede

Sie freuen sich auf die Heim-EM: Mario Turloff (L.), Trainer des RGC Hansa, Stadthallenchefin Petra Burmeister und EM-Organisationsleiter und Goalball-Nationalspieler Reno Tiede

Dass die EM ein Highlight wird, dazu sollen auch rund 180 Freiwillige beitragen. Wenn sich am 8. Oktober die Stadthalle mit Zuschauern füllt und die große Eröffnung mit den anschließenden Auftaktspielen der beiden deutschen Teams steigt, dann muss alles bis ins kleinste Detail geplant sein. Dafür benötigen Organisationsleiter Reno Tiede und Assistentin Wenke Turloff Unterstützung. Weiterlesen

B-Plan „Wohn- und Sondergebiet am Südring“ jetzt öffentlich

Bürger können Anregungen und Einwände abgeben

Der von der Rostocker Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 14. November gebilligte und zur Auslegung bestimmte Entwurf des Bebauungsplans „Wohn- und Sondergebiet am Südring“ liegt in der Zeit vom 3. Dezember 2018 bis zum 11. Januar 2019 im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft öffentlich aus. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung des B-Plans für das Areal, welches im Volksmund „Groter Pohl“ genannt wird, haben Bürger sowie Interessengruppen und Verbände die Möglichkeit, Anregungen, Einwände und weitere Stellungnahmen abzugeben. Nach Ablauf des Auslegungszeitraumes werden die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen in der Verwaltung geprüft und den zuständigen Beschlussgremien mit entsprechenden Hinweisen bzw. Abhilfevorschlägen zugeleitet. Änderungen am Bebauungsplan sind dabei nicht ausgeschlossen.

Pavillion Gartenlaube Groter Pohl Südstadt Rostock

Historische Gartenlaube auf dem Areal

Der B-Plan „Wohn- und Sondergebiet am Südring“ kann bis zum 11. Januar 2019 im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, Am Neuen Markt 3, 1. Obergeschoss, Raum 218, zu folgenden Zeiten begutachtet werden:

Montag, Mittwoch: 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr
Dienstag: 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr
Freitag: 9.00 bis 13.00 Uhr

NABU fordert Änderungen am B-Plan

„Grünflächen fallen Planungsfehlern zum Opfer“

Bevor wertvolle Grünflächen unnötig Planungsfehlern zum Opfer fallen, müssen die Räumungsarbeiten auf dem Areal „Groter Pohl“ ausgesetzt werden. Das fordert der NABU Regionalverband „Mittleres Mecklenburg“ e. V. angesichts der aktuellen Baumfällarbeiten am Standort. In einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme hat der
Naturschutzverband gleich mehrere Fehler im sogenannten Grünordnungsplan, der die ökologische Grundlage für den Bebauungsplan bildet, festgestellt. Hauptkritikpunkt ist, dass der Wert der Biotope viel zu niedrig eingeschätzt wurde. So wurden viele alte schützenswerte Bäume nicht ausreichend berücksichtigt, der ökologische Wert der zahlreich vorhandenen hohen Hecken ignoriert, Teiche übersehen und der Versiegelungsgrad in den Kleingartenanlagen pauschal als viel zu hoch angenommen. Der Stellungnahme zufolge hat das Folgen für die Berechnung des Kompensationsbedarfs. Bisher geplante Baumneupflanzungen auf dem Groten Pohl und eine Ökokontofläche in Lütten Klein sind zu klein, um die zerstörten Lebensräume entsprechend der Naturschutzgesetzgebung auszugleichen.
Solange die Eingaben zur Bebauungsplanung nicht geprüft und die Versäumnisse nachgeholt wurden, darf es keine Fällungen geben, fordert Juliane Bäthge. „Mit der jetzt begonnenen Baufeldfreimachung werden Fakten geschaffen, die einer erneuten Kartierung die Grundlage entziehen. Da es außerdem bisher keine Verträge mit Investoren zu geben scheint, sind diese vorauseilenden Maßnahmen nicht zu rechtfertigen“, so Bäthge.
Nicht nur der ökologische Wert für die Stadtnatur, auch der Naherholungswert für die Rostocker spricht nach Meinung des Naturschutzbundes dafür, die Gartenflächen zwischen Südring, Erich-Schlesinger-Straße und Bahntrasse so lange wie möglich zu erhalten und vorhandene Grünstrukturen weitgehend in die zukünftige Nutzung zu integrieren.
Die Stadt möchte die etwa 22 ha große Fläche in ein Wohn- und Gewerbegebiet umwandeln. Dafür müssen die über 70 Jahre alten Kleingartenanlagen weichen.

R. S.